Von meiner „Liebe“ zu Zahlen, besonders den Geraden …

Hallo ihr Lieben, heute soll es um Zwänge, genauer gesagt Kontrollzwänge, gehen. Ich kann gar nicht genau sagen, wann es begann … Als kleines Mädchen zählte ich die Sprossen des Treppengeländers – immer und immer wieder. Es gab mir damals schon ein Gefühl der Sicherheit – ich zählte von oben nach unten und wieder zurück. Zum Schluss von links bis zur Mitte und von rechts bis zur Mitte. Mein Zähldrang setzte sich fort. Ich zählte auf dem Weg in und aus der Schule – ich zählte die Latten an Gartenzäunen, die Steine auf dem Gehweg, ich balancierte auf dem Gehwegrand und musste genau zweimal mit meinem Fuß in einen Stein passen bevor ein neuer begann. Meiner „Liebe“ zu Zahlen nahm ihren Lauf … Ich schaffte es gar nicht mehr ohne zählen auszukommen. Als Teenager eignete ich mir an, die Buchstaben einzelner Wörter zu zählen. Wörter, mit einer geraden Buchstabenanzahl waren mir sympathischer, denn die konnte ich in sich noch einmal teilen – nimm zum Beispiel das Wort „BROT“, ich zählte 1-2-3-4 (vier Buchstaben) und 1-2 Pause (denn es war die Mitte) 3-4. Ganz oben auf meiner Zählhitliste stand der Lautstärkeregler am Radio oder Fernseher. Hier musste das Volumen immer eine gerade Zahl anzeigen, tat es das nicht, fühlte ich mich unwohl – irgendwie aufgekratzt. Meine erste Wohnung … Jeden Morgen die Wasserhähne und den Herd kontrollieren. Bin ich außer Haus, könnte sonst etwas Schreckliches passieren. Eine „normale“ Routine bevor ich die Wohnung verlassen habe: 1. alle Stecker ausgezogen? (Geräte müssen vom Netz getrennt sein), 2. alle Wasserhähne zu? (mehrmaliges drücken und zuschrauben war nötig – Angst vor Überschwemmung, Wasserschaden),...

Ein toller Blog

Hallo meine Lieben, heute möchte ich euch einen, wie ich finde, sehr guten Blog vorstellen. Den Blog findet ihr unter folgendem Link. Blogschreiber ist Dennis Will. Hauptaugenmerk liegt auf dem Thema Depression. Jeder Betroffene weis, wie wichtig es ist, über dieses Thema zu sprechen. Dennis definiert die verschiedenen Formen der Depression, informiert über Behandlungsmöglichkeiten und gibt dem Leser einen Einblick in seine ganz persönliche Geschichte. Ich lege es jedem ans Herz den Blog zu besuchen. Eine Narbe Eine Narbe,die auf der Seele lastet.Eine Narbe,die schmerzt wenn man sie ertastet.Eine Narbe,die kurz vor dem Aufbrechen ist.Eine Narbe,die nie vergisst.Eine Narbe,die sonst niemand sieht,Eine Narbe,die im Innern liegt. Dennis Will Liebe Grüße! Eure...

Zeit

Vom Rennen und vom Dahinschleichen der Zeit … Hallo meine Lieben, ich habe ein großes Problem mit der Zeit. Rückt das Wochenende näher, freue ich mich immer riesig. In meinem Kopf sind Pläne, was ich alles machen könnte. Ich bin motiviert. Zwei Tage voller Zeit, die beplant werden wollen. Leider setze ich meine Ideen nur sehr selten wirklich um. Ich erlaube es mir nicht Bedürfnisse zu haben und diese wirklich umzusetzen. Ich kann versuchen bei mir sein, nur ist die Verbindung nicht sehr stark, es ist ein dünnes Band, welches schnell wieder getrennt werden kann. Ich lasse mich schnell ablenken und bin lieber für andere da und mache Sachen, die ich zum jetzigen Zeitpunkt gar nicht machen wollte. Innerlich sträubt sich alles dagegen, aber ich ignoriere dieses „gesunde Gefühl“ und „funktioniere“. Im Nachhinein bin ich todtraurig und unglücklich keine Zeit für mich gehabt zu haben. Meine Verbindung zu mir und meinen Wünschen muss stärker werden. Ich muss lernen „NEIN“ zu sagen. NEIN jetzt nicht, ich möchte gerade lesen. NEIN jetzt nicht, ich möchte gerade malen. Warum kann ich das nicht? Ich denke, dass ich mein Gegenüber verletze. Ich muss für den anderen Menschen da sein, mich um ihn kümmern. Ich schalte mich komplett aus – ich gebe mich auf. Ich bin ein Etwas ohne Willen, ohne Bedürfnisse, ohne Wünsche. Was kann ich tun, um diesen Kreislauf zu durchbrechen? Ich brauche Zeit, Zeit um mich abzugrenzen. Zeit um mir bewusst zu werden, was ich gerade wirklich machen wollte. Diese Zeit nehme ich mir nicht. Vielleicht auch aus Angst, dass mein Gegenüber mich nicht verstehen würde oder das ich mich erklären...

Von der richtigen Wahrnehmung und vom Loslassen

Hallo meine Lieben, heute soll es um meine Blockaden und der Schwierigkeit des Loslassens von Geschehenem gehen … Ich weis nicht, ob ihr das kennt. Eine Situation, mit der du allein fertig werden musst und überfordert scheinst. In der Situation selbst gibst du alles. Die Sache muss gerettet werden, denn du bist verantwortlich. Gewinnen oder scheitern, diese Verantwortung liegt ganz allein bei dir! Ich kenne diese Situation sehr gut, ich gerate dann in einen innerlichen Stress – ich schwitze, bekomme Panik und einen Tunnelblick. Nur nicht versagen, du bist verantwortlich – du musst die Sache jetzt retten, damit die Dinge die danach kommen funktionieren und nicht scheitern. Meist gelingt es mir in solch ausweglosen Situationen Lösungen zu finden. Mein Problem ist eher „das danach“ – 1. Mich von der Panik erholen und 2. hänge ich lange in dem Gefühl fest, wie verlassen ich mich gefühlt habe. Mit dem Gefühl der Einsamkeit und der Schuld, die beim Misslingen auf meinen Schultern geruht hätte, ist unausstehlich. Ich kann nicht loslassen. Mein inneres Kind schreit. Es wurde wieder verlassen. Es war wieder allein. Es hat sich wieder einsam gefühlt. Wie kann ich es heilen? Oder was kann ich tun, damit es ihm besser geht? Ich habe in meiner Therapie bereits ein paar Techniken gelernt, die mir helfen könnten, nur fällt es mir schwer sie genau in den Situationen, in denen ich sie brauchen würde anzuwenden. Die Trauer und die Einsamkeit ist einfach zu groß – zu vertraut. Wie soll ich mein inneres zerstörtes Kind umarmen, wie trösten. Ich habe mal eine super Meditation versucht. In dieser trittst du in Kontakt mit deinem...