Um die Kindheit betrogen Hoffnung und Heilung für erwachsene Kinder von Suchtkranken – Janet G. Woititz

Um die Kindheit betrogen Hoffnung und Heilung für erwachsene Kinder von Suchtkranken – Janet G. Woititz

Hallo meine Lieben, heute möchte ich euch ein für mich wirklich wichtiges Buch vorstellen. Als ich nach und nach verstand, was mit mir los ist, habe ich mir dieses Buch gekauft und natürlich auch gelesen. Es war Balsam für meine kaputte Seele – es geht anderen genauso wie mir! Ich bin nicht allein! Ohne viele Umschweife erklärt die Autorin die vielschichtigen Probleme, an welchen Kindern aus Suchtfamilien leiden. Die Autorin beginnt mit der Betrachtung des Lesers als Kind. Ich muss gestehen, dass ich mich wirklich wiedergefunden habe. Spannender und für mich in meiner damaligen Phase wichtiger, war allerdings der Teil, „was heute mit mir geschieht“. In diesem Kapitel beleuchtet die Autorin viele Situationen und Persönlichkeitsmerkmale, die auch mich bis dahin 27 Jahre begleitet haben – z.B. das ich keine Vorstellung von dem hatte/habe, was „normal“ ist, mein geringes Selbstwertgefühl, mein übertriebenes Verantwortungsgefühl für alles und jeden oder meine gnadenlose Verurteilung meines Ichs. Es war so gut, dies alles zu lesen und nicht mehr allein zu sein. Zum Abschluss ein paar Gedanken aus dem Buch: „Für dich Ich erinnere mich an dich aus Zeiten, die lange zurückliegen, als ich in einer Hölle lebte, die extra für Kinder gebaut worden war. Die Wände deines Zuhauses waren meine Rettung. Ich bin aber sicher, du hast das nie gewusst, denn ich kam dir niemals nah. Trotzdem habe ich dich immer gekannt, aber du mich nie. Ich war ein einsames, total verschrecktes Kind – Wusste nicht wohin, wusste nicht an wen mich wenden … Viele Jahre später, weißt du nicht mehr, dass du mich kanntest – ich aber weiß, dass ich dich kenne. Ich...
Der Fänger im Roggen – J.D. Salinger

Der Fänger im Roggen – J.D. Salinger

Hallo meine Lieben, heute habe ich einen echten Klassiker für euch. Die Handlung des Buches spielt an irgendeinem Samstag bis zu irgendeinem Montag im Amerika des Jahres 1949. Die Sichtweise des 16 – jährigen Protagonisten Holden spiegelt die damalige Gesellschaft wieder, welche im Buch als künstlich, verlogen oder affektiert bezeichnet wird. Holden Caulfield übt Kritik an allem „verlogenem“ – in seinem Fall der Erwachsenenwelt. An der Schwelle zum Erwachsenwerden ist er auf der Suche nach dem eigenen Ich. Holden möchte nicht Bestandteil dieser Gesellschaft werden und wehrt sich dagegen. Als positiv empfindet Holden alle, die sich ihm gegenüber mitfühlend, nett und verständnisvoll verhalten – das sind neben Jane (seine heimliche Liebe), Phoebe (seine Schwester, die er abgöttisch liebt) noch sein Bruder Allie (der allerdings zum Zeitpunkt der Handlung bereits tot ist). Am Verlust seines Bruders leidet Holden sehr stark. Als ihn seine Schwester einmal fragt, was er denn einmal werden möchte, antwortet Holden, er will der Fänger im Roggen sein, hinter dem Roggenfeld, welches er beschützt, befindet sich eine Klippe und er beschützt die spielenden, ahnungslosen Kinder vor dem herunterfallen -dem Sturz in die Erwachsenenwelt. “Und ich würde am Rande einer verrückten Klippe stehen. Ich müsste alle festhalten, die über die Klippe hinauslaufen wollen – ich meine, wenn sie nicht achtgeben, wohin sie rennen, müsste ich vorspringen und sie fangen. Das wäre einfach der Fänger im Roggen. Ich weiß schon, dass das verrückt ist, aber das ist das einzige, was ich wirklich gerne wäre. Ich weiß natürlich, dass das verrückt ist.” – Der Fänger im Roggen, 1951, Kapitel 22 Ein tolles Werk, das Zeit braucht. Schade, dass ich nicht...

Blogparade – Taschenbuch oder eBook, Zeitung oder Online-Ausgabe, was liest du lieber?

Hallo meine Lieben, heute möchte ich gern bei der Blogparade von ABS-Lese-Ecke mitmachen. Ich freue mich, dass ich endlich einmal öffentlich über meinen “Fetisch“ schreiben darf :D. Taschenbücher oder ebooks? Ganz klar Taschenbücher bzw. liebend gern auch gebundene Ausgaben! Warum? Klappe ich ein Buch auf, so ist es als ob sich ein Vorhang einer großen Bühne öffnet. Klappe ich es am Ende wieder zu, so schließt er sich wieder – ich bin Zuschauer des Bühnenwerkes zwischen den beiden Buchdeckeln – ich liebe diese Vorstellung! Untermalt wird dieses Gedankenspiel, wenn die Innenseiten der Buchdeckel noch farblich gestaltet sind. Nicht zu kurz sollte in dieser Betrachtung das Cover des Buches kommen. Ich liebe es, wenn ich darüber streichen kann, manchmal funkelt es sogar oder ist in Leinen gebunden. Das Buch wird in seiner „natürlichen“ Form somit auch zu einem Erlebnis für meinen Tastsinn. Aber ganz oben sprach ich ja von „Fetisch“. Puh … ok, ich bin bereit mich zu outen und darüber zu schreiben. Ich liebe es Bücher zu riechen – ich klappe  Sie unverschämt auf und nehme einen tiefen Zug dieser Köstlichkeit – ob heimlich in einer Ecke in der Buchhandlung, unter der Bettdecke und mittlerweile ganz offen in der U-Bahn. Ich weis nicht, ob es jemanden vielleicht genauso geht. Ich kann es nur noch einmal betonen, ich liiiebe es. Was ich allerdings gar nicht ausstehen kann, sind Bücher die aus einem Raucherhaushalt kommen. Die stinken einfach nur und leider hilft es dem Buch auch nicht eine Nacht in einem Beutel mit Kaffeepulver zu verbringen. Welche Vor- und Nachteile haben Taschenbücher? Ganz klarer Vorteil: der Geruch und das Gefühl ein...