Meine Gefährtin

Meine Gefährtin <3

Hallo meine Lieben, jeder Waldbewohner und Krieger benötigt einen Gefährten – so auch ich 🙂 Lernt meine kleine, zuverlässige Gefährtin...

Wenn die Traurigkeit kommt

Hallo meine Lieben, seit ein paar Tagen habe ich das Gefühl der Traurigkeit in mir. Ich taste mich heran! Es ist komisch zu spüren, dass ich traurig bin, obwohl es keinen rechten Grund gib. Ich könnte weinen – so traurig bin ich. Heute war ich bei meiner Therapeutin und habe lange mit ihr darüber gesprochen. Sie sagt, dass dies eine völlig normale und menschliche Reaktion sei. Ich wäre nun soweit meine Gefühle besser zu spüren, als zum Anfang meiner Therapie. Warum ich weine? Ich weine um mich – um das, was mir angetan wurde. Ich habe kurze Gedankenblitze, ein Bild schießt durch meinen Kopf, das aus vergangenen Tagen aufleuchtet und mich zum Weinen bringt. Bin ich allein, gelingt es mir manchmal zu weinen, aber nicht lange, denn weinen bedeutet für mich schwach sein. Ich schäme mich, wenn ich geweint habe. Weinen ist ein menschliches Gefühl. Es gehört zu mir. Ich muss die Traurigkeit nur zulassen. Wie soll das gehen? Das frage ich mich gerade auch noch. Weinen ist so ein beschämendes Gefühl. Ich möchte nicht, dass andere Menschen meine Tränen sehen. Meine Therapeutin meint, ich kann mir die Orte aussuchen, wo ich weinen möchte. Und ich sollte mir Zeit lassen. Als imaginäres Bild gab sie mir leere Fässer mit – leere Fässer, die mit meinen Tränen gefühlt werden dürfen. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mit dem Gefühl der Traurigkeit wohl am Meisten Probleme haben werde. Ich möchte nämlich kein Mitleid von anderen Menschen. Ich habe Angst, falls mich die Anderen mal weinen sehen oder bemerken sollten, dass ich gerade geweint habe. Und auch hier konnte mir meine...
Eine tolle Darstellung

Eine tolle Darstellung

Quelle:www.robot-hugs.com, gefunden bei Freunde fürs Leben e.V. Hallo meine Lieben, vor ein paar Tagen habe ich diesen Post auf der Facebookseite von Freunde fürs Leben e.V. gefunden. Ich musste es gleich teilen, weil ich die Darstellung echt gut finde.  Ich kenne das aus depressiven Phasen von mir selbst – ich fühle mich schlecht, die Welt draußen interessiert mich nicht, meine Gedanken sind trübsinnig. Auf Fragen, was mit mir los sei, kann ich keine Antwort geben – außer eben, es geht mir nicht gut – einfach nicht gut, ohne jeden Grund. Ich mag es, wie die Figuren in der Zeichnung miteinander umgehen. Die fragende Person ist nicht verurteilend – sagt nicht „komm reiß dich mal zusammen“ oder „du musst doch wissen, warum es dir schlecht geht“. Nein, stattdessen baut sie der anderen Person ein warmes und schützendes Nest.  Fragen mich Menschen, warum es mir schlecht geht, versuche ich mich zu reflektieren und angestrengt eine Antwort zu finden, aber das es gar keine gibt? Für die meisten unvorstellbar.  Ein warmes schützendes Nest, wie auf dem Bild, dass ist es was ich in solchen Situationen brauche 🙂...

Nur ein Mädchen

Ich wollte nur ein Mädchen sein, mit allem, was dazu gehört… Was heißt es denn ein Mädchen zu sein? Versuche ich es über die bloße Begriffserklärung, fällt mir dazu folgendes ein: Ein Mädchen ist ein junger Mensch weiblichen Geschlechts, der Kind oder Jugendliche, aber eben noch keine Frau ist. Aber wo bleibt in dieser Erklärung das, was ein Mädchen ausmacht? Ich rede in meinem Fall von Ponygeschichten, wilden Kissenschlachten mit den Freundinnen, bunten Fingernägeln und viel zu viel, überhaupt nicht zusammenpassender, Lidschatten. Ja, ich denke dass macht für mich den Begriff eines Mädchens aus – Spaß haben, verrückte Dinge tun und ganz viel lachen. In meiner Fantasie sehe ich mich als 10 jähriges Mädchen in ein Meer von Kissen gekuschelt. Im Hintergrund läuft Bibi und Tina. Ich höre aufmerksam zu, während ich mein Ponygeschichtenbuch, welches ich später lesen möchte, in den Händen halte. Der bunte Nagellack, der weder deckend noch sauber aufgetragen ist, blättert langsam ab, aber das macht nichts. Mutti wird mir nachher sicher mit der Entfernung helfen und sie hat versprochen, dass sie mir erklärt wie das mit dem Lackieren richtig funktioniert. Ich freue mich darauf. Mit Mutti ist es immer so schön – gemütlich so vertraut. Doch halt ich bin in meiner Fantasie. In Wirklichkeit bin ich 31 und liege neben meinem Ehemann im Bett – wir hören gemeinsam Bibi und Tina. Der Nagellack ist perfekt aufgetragen und nix blättert ab. Auf meinem Bausch schnurrt meine Katze. Mit 31 ein Mädchen sein geht das? Oh ja das geht, wenn du es nie sein durftest. Ich liebe genau wie das 10 jährige Mädchen Nagellack und schminke mir...

Wie viel ist zu viel und wie viel ist zu wenig?

Gerade lese ich es überall: Gute Vorsätze für das neue Jahr. Was möchtest du verändern? Was möchtest du besser machen? Irgendwie brachten mich die „guten“ Vorsätze dazu, diesen Eintrag zu schreiben. Wo anfangen! Ich beginne einfach damit, dass ich die Angewohnheit habe, mich ständig zu hinterfrage. Das klingt anstrengend? Ich kann dir sagen – es ist anstrengend! Wann ist Schluss? Hm, keine Ahnung, der Prozess ist so in mir verankert, dass er automatisch abläuft. Mein Handeln wird automatisch ausgerichtet und am meisten auf die Bedürfnisse der anderen Person. Was ist wenn ich keine Lust auf Kino habe? Einfach absagen? Nein, die andere Person könnte unendlich enttäuscht sein. Es ist besser und sicherer die eigenen Bedürfnisse wegzudrücken. Wegdrücken aus Angst – Angst was nach der Absage passieren könnte. Was wenn du es nicht mehr aushälst? Dann ist es Zeit was zu ändern. Die normale Reaktion wäre, aus dem Kreislauf auszubrechen und beim nächsten Mal seinem inneren Gefühl zu folgen, das zu tun, was einem gut tut. Was mache ich? Ich versuche über die Einteilung von Essensportionen, Kalorien oder die Menge meiner Flüssigkeitszufuhren ein Gefühl der Beruhigung zu erzielen. Dahinter steckt die eigene Bestrafung nicht „NEIN“ sagen zu können. Anstatt liebevoll mit mir umzugehen, schädige ich mich und meinen Körper mit Kalorien zählen. Geht es dem Körper schlecht oder knurrt er vor Hunger, sporne ich mich noch weiter an, „na los mach schon, du hast es nicht anders verdient“, „das geschieht dir recht“. Jedes Pfund weniger auf der Wage bestätigt die absolute Kontrolle, zeigt, dass ich stark sein kann – dass ich eben auch „NEIN“ sagen kann -nein zum Essen. Ich...

Alle Jahre wieder …

Gestern war Silvester. Irgendwie werde ich an diesem Tag immer depressiv bzw. ich verspüre eine depressive Stimmung. Weltuntergang! So kommt es mir vor. Ich fühle mich innerlich weinerlich, so auch jetzt, während ich diesen Eintrag schreibe. Veränderung! Ich habe Angst – schreckliche Angst. Klar, es ändert sich nicht grundlegend irgendetwas, aber es liegt wie ein Klotz vor mir. Versagen! Ich habe es geschafft in meinem Urlaub, den ich mir im Dezember genommen habe sehr sporadisch mit meiner Mutter zu telefonieren. Besser geht es mir aber nicht. Ich bin geplagt und schwermütig. Mein Gewissen beißt. Ich stelle mir vor, dass sie traurig ist, von allen verlassen, am Meisten von mir. Aber anrufen fällt so schwer. Zu weit weg bin ich, zu viele Wunden bluten noch in mir, zu viele Worte sind gesagt, die nie oder nur sehr schwer verziehen werden können. Und doch tut es weh, es tut weh, die Familie im Stich zu lassen. Vergessen! Funktioniert nicht. Ich kann verdrängen, aber niemals vergessen. Verdrängen! Daran zerbreche ich. Mir fällt es so schwer, die Dinge zu verarbeiten. Ich fühle mich schwach. 2 Jahre Therapie und mir fällt teilweise noch immer die Kraft. Das enttäuscht mich. Was soll ich nur tun. Gerade steigen schreckliche Gedanken in mir hoch – springen, leicht und frei sein. Mein Gewissen frisst mich auf! Meine Mutter! Was mich am Meisten ärgert, ist, dass ich mit ihr nicht reden kann. Versuche ich ihr von meinen Sorgen oder Problemen mit meinem Leben zu erzählen, reagiert sie hysterisch oder flippt total aus – „Das wären nun meine Problem“, „Ich muss damit fertig werden“, „Sie sei dafür nicht verantwortlich“. Ist...