Der Fänger im Roggen – J.D. Salinger

Hallo meine Lieben,

heute habe ich einen echten Klassiker für euch.

Die Handlung des Buches spielt an irgendeinem Samstag bis zu irgendeinem Montag im Amerika des Jahres 1949. Die Sichtweise des 16 – jährigen Protagonisten Holden spiegelt die damalige Gesellschaft wieder, welche im Buch als künstlich, verlogen oder affektiert bezeichnet wird.

Holden Caulfield übt Kritik an allem „verlogenem“ – in seinem Fall der Erwachsenenwelt. An der Schwelle zum Erwachsenwerden ist er auf der Suche nach dem eigenen Ich. Holden möchte nicht Bestandteil dieser Gesellschaft werden und wehrt sich dagegen.

Als positiv empfindet Holden alle, die sich ihm gegenüber mitfühlend, nett und verständnisvoll verhalten – das sind neben Jane (seine heimliche Liebe), Phoebe (seine Schwester, die er abgöttisch liebt) noch sein Bruder Allie (der allerdings zum Zeitpunkt der Handlung bereits tot ist). Am Verlust seines Bruders leidet Holden sehr stark.

Als ihn seine Schwester einmal fragt, was er denn einmal werden möchte, antwortet Holden, er will der Fänger im Roggen sein, hinter dem Roggenfeld, welches er beschützt, befindet sich eine Klippe und er beschützt die spielenden, ahnungslosen Kinder vor dem herunterfallen -dem Sturz in die Erwachsenenwelt.

“Und ich würde am Rande einer verrückten Klippe stehen. Ich müsste alle festhalten, die über die Klippe hinauslaufen wollen – ich meine, wenn sie nicht achtgeben, wohin sie rennen, müsste ich vorspringen und sie fangen. Das wäre einfach der Fänger im Roggen. Ich weiß schon, dass das verrückt ist, aber das ist das einzige, was ich wirklich gerne wäre. Ich weiß natürlich, dass das verrückt ist.” – Der Fänger im Roggen, 1951, Kapitel 22

Ein tolles Werk, das Zeit braucht. Schade, dass ich nicht schon in jüngeren Jahren darauf gestoßen bin.

Hat das Buch jemand in jüngeren Jahren gelesen? In welcher Weise hat es dich beeinflusst?

Liebe Grüße Meggie 🙂

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