Um die Kindheit betrogen Hoffnung und Heilung für erwachsene Kinder von Suchtkranken – Janet G. Woititz

Hallo meine Lieben,

heute möchte ich euch ein für mich wirklich wichtiges Buch vorstellen.

Als ich nach und nach verstand, was mit mir los ist, habe ich mir dieses Buch gekauft und natürlich auch gelesen. Es war Balsam für meine kaputte Seele – es geht anderen genauso wie mir! Ich bin nicht allein!

Ohne viele Umschweife erklärt die Autorin die vielschichtigen Probleme, an welchen Kindern aus Suchtfamilien leiden.

Die Autorin beginnt mit der Betrachtung des Lesers als Kind. Ich muss gestehen, dass ich mich wirklich wiedergefunden habe. Spannender und für mich in meiner damaligen Phase wichtiger, war allerdings der Teil, „was heute mit mir geschieht“. In diesem Kapitel beleuchtet die Autorin viele Situationen und Persönlichkeitsmerkmale, die auch mich bis dahin 27 Jahre begleitet haben – z.B. das ich keine Vorstellung von dem hatte/habe, was „normal“ ist, mein geringes Selbstwertgefühl, mein übertriebenes Verantwortungsgefühl für alles und jeden oder meine gnadenlose Verurteilung meines Ichs. Es war so gut, dies alles zu lesen und nicht mehr allein zu sein.

Zum Abschluss ein paar Gedanken aus dem Buch:

Für dich

Ich erinnere mich an dich aus Zeiten,

die lange zurückliegen,

als ich in einer Hölle lebte,

die extra für Kinder gebaut worden war.

Die Wände deines Zuhauses waren meine Rettung.

Ich bin aber sicher,

du hast das nie gewusst,

denn ich kam dir niemals nah.

Trotzdem habe ich dich immer gekannt,

aber du mich nie.

Ich war ein einsames, total verschrecktes Kind –

Wusste nicht wohin,

wusste nicht an wen mich wenden …

Viele Jahre später,

weißt du nicht mehr,

dass du mich kanntest –

ich aber weiß, dass ich dich kenne.

Ich brauche dringen einen Ort,

wie den wo du warst.

Einen Ort, der so anders war als der, von dem ich kam.“

(Um die Kindheit betrogen, Janet G. Woititz, 8., aktualisierte Auflage, Seite 26/27)

Diese Gedanken haben mich tief berührt. Ich denke an mein inneres Kind, das irgendwo in mir lebt. Leider zeigt es sich mir immer noch nicht – es ist scheu. Ich arbeite aber weiter daran, mit ihm in Kontakt zu treten. Es gibt jede Menge mit ihm zu erleben. Ich möchte so gern auf das kleine Kind in mir aufpassen und es beschützen, wenn es ihm schlecht geht oder Angst hat.

„Obwohl ich vielleicht Fehler mache, ist an mir nicht verkehrt.“

(Um die Kindheit betrogen, Janet G. Woititz, 8., aktualisierte Auflage, Seite 95)

Ich hoffe der ein oder andere, dem es vielleicht genauso geht, wie mir, hat ein wenig Lust bekommen, zu dem Buch zu greifen.

Eure Meggie

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