Von der richtigen Wahrnehmung und vom Loslassen

Hallo meine Lieben,

heute soll es um meine Blockaden und der Schwierigkeit des Loslassens von Geschehenem gehen …

Ich weis nicht, ob ihr das kennt. Eine Situation, mit der du allein fertig werden musst und überfordert scheinst. In der Situation selbst gibst du alles. Die Sache muss gerettet werden, denn du bist verantwortlich. Gewinnen oder scheitern, diese Verantwortung liegt ganz allein bei dir!

Ich kenne diese Situation sehr gut, ich gerate dann in einen innerlichen Stress – ich schwitze, bekomme Panik und einen Tunnelblick. Nur nicht versagen, du bist verantwortlich – du musst die Sache jetzt retten, damit die Dinge die danach kommen funktionieren und nicht scheitern. Meist gelingt es mir in solch ausweglosen Situationen Lösungen zu finden. Mein Problem ist eher „das danach“ – 1. Mich von der Panik erholen und 2. hänge ich lange in dem Gefühl fest, wie verlassen ich mich gefühlt habe. Mit dem Gefühl der Einsamkeit und der Schuld, die beim Misslingen auf meinen Schultern geruht hätte, ist unausstehlich. Ich kann nicht loslassen. Mein inneres Kind schreit. Es wurde wieder verlassen. Es war wieder allein. Es hat sich wieder einsam gefühlt. Wie kann ich es heilen? Oder was kann ich tun, damit es ihm besser geht? Ich habe in meiner Therapie bereits ein paar Techniken gelernt, die mir helfen könnten, nur fällt es mir schwer sie genau in den Situationen, in denen ich sie brauchen würde anzuwenden. Die Trauer und die Einsamkeit ist einfach zu groß – zu vertraut. Wie soll ich mein inneres zerstörtes Kind umarmen, wie trösten. Ich habe mal eine super Meditation versucht. In dieser trittst du in Kontakt mit deinem inneren Kind. Meines ist sehr schüchtern und zeigt sich kaum. Es ist verängstigt und stumm. Es spricht nicht mit mir. Ich habe versucht mich ihm vorsichtig zu nähern, aber ich habe keine Verbindung gespürt. Es ist zu verletzt.

Wenn ich dann so in meiner Gedankenwelt bin, deuten es einige Menschen vielleicht falsch. Sie denken ich wäre unbeteiligt oder schlecht drauf. Nein, dass bin ich nicht. In diesen Momenten versuche ich in Kontakt mit mir selbst zu treten. Ich versuche das eben geschehene zu verarbeiten. Da ich in meiner Vergangenheit immer funktioniert habe, ist dies alles neu für mich. Ich brauche Zeit um meine Gedanken zu ordnen, mehr Zeit als du. Ich kann die Dinge nicht einfach abhaken – nicht einfach sagen, ok geschafft jetzt weiter. Nein ich brauche Zeit um zu wachsen, um meine Strukturen zu festigen. Ich bin nicht abwesend oder nicht gut drauf – ich nehme gerade Kontakt zu meinem Inneren auf – meinem Inneren, das lange Zeit verschüttet war. Ich brauche dafür Zeit, meine „Antennen“ sind nicht so gut ausgeprägt wie deine.

Geht es dir auch so? Kennst du diese oder ähnliche Gefühle? Würde mich über Kommentare freuen!

Meggie

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