Wie viel ist zu viel und wie viel ist zu wenig?

Gerade lese ich es überall: Gute Vorsätze für das neue Jahr. Was möchtest du verändern? Was möchtest du besser machen? Irgendwie brachten mich die „guten“ Vorsätze dazu, diesen Eintrag zu schreiben.

Wo anfangen!

Ich beginne einfach damit, dass ich die Angewohnheit habe, mich ständig zu hinterfrage. Das klingt anstrengend? Ich kann dir sagen – es ist anstrengend!

Wann ist Schluss?

Hm, keine Ahnung, der Prozess ist so in mir verankert, dass er automatisch abläuft. Mein Handeln wird automatisch ausgerichtet und am meisten auf die Bedürfnisse der anderen Person.

Was ist wenn ich keine Lust auf Kino habe?

Einfach absagen? Nein, die andere Person könnte unendlich enttäuscht sein. Es ist besser und sicherer die eigenen Bedürfnisse wegzudrücken. Wegdrücken aus Angst – Angst was nach der Absage passieren könnte.

Was wenn du es nicht mehr aushälst?

Dann ist es Zeit was zu ändern. Die normale Reaktion wäre, aus dem Kreislauf auszubrechen und beim nächsten Mal seinem inneren Gefühl zu folgen, das zu tun, was einem gut tut. Was mache ich? Ich versuche über die Einteilung von Essensportionen, Kalorien oder die Menge meiner Flüssigkeitszufuhren ein Gefühl der Beruhigung zu erzielen. Dahinter steckt die eigene Bestrafung nicht „NEIN“ sagen zu können. Anstatt liebevoll mit mir umzugehen, schädige ich mich und meinen Körper mit Kalorien zählen. Geht es dem Körper schlecht oder knurrt er vor Hunger, sporne ich mich noch weiter an, „na los mach schon, du hast es nicht anders verdient“, „das geschieht dir recht“. Jedes Pfund weniger auf der Wage bestätigt die absolute Kontrolle, zeigt, dass ich stark sein kann – dass ich eben auch „NEIN“ sagen kann -nein zum Essen. Ich kann der Verführung widerstehen.

Ist es das wert?

Definitiv nicht.

Um was geht es denn eigentlich. Es geht darum ehrlich zu sich selbst zu sein. Zu sagen, „Nein, heute ist mir nicht nach Kino – lass es uns doch verschieben“ oder „ich komme beim nächsten Mal gerne mit.

Kann ich heute „NEIN“ sagen?

Ich kann diese Frage nicht 100% mit JA beantworten. Aber ich kann sagen, dass es mit jeder Menge Übung möglich ist. Ich werde besser und lerne zu verstehen, dass ein „NEIN“ nichts Schlimmes ist. Ein NEIN ist immer ein JA für mich selbst. Ein JA mit welchem ich mich zu mir und meinen Bedürfnissen bekenne.

Ich wünsche dir einen schönen Tag, an dem du von ganzem Herzen „NEIN“ sagen kannst 😉 Meggie

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